SF2 Fulltrimix in Kroatien

Zufriedene Gesichter nach dem Prahm Tauchgang

… Um endlich ein ehrbarer Fulltrimixtaucher zu werden und nicht immer Angst vor Entdeckung meines nachgemachten Brevets zu haben, wurde ich gezwungenermaßen von Uwe zu einem Fulltrimixkurs in Kroatien bei Horst Dederichs angemeldet.

Ich dachte mir, es gibt wahrlich schlechtere Orte einen solchen Kurs zu machen und bin der unter Druck entstandenen Einladung gefolgt. Wie sich herausstellte, war die Entscheidung goldrichtig.
Die Anfahrt nach Kroatien gestaltete sich sehr entspannt, da wohl alle anderen, die zu diesem Zeitpunkt in die Pfingstferien fahren wollten, sich für andere Autobahnen entschieden hatten. Ich bin um ca. 14:30 Uhr bei schönsten Wetter an der Fähre nach Rab angekommen.

 

Nach 100 Kuna und ca. 20 min Wartezeit durfte ich dann mein Auto auf dem Wasserfahrzeug parken und die Fähre legte ein paar Minuten später ab.

Nach nur 18 min habe ich die Insel Rab mit den Pneus meines Autos betreten und bin auch gleich in Richtung Rab/Kampor zu Tauchbasis Kron Diving aufgebrochen.  Über diese Basis hatte ich mein Zimmer gebucht, deswegen erschien es mir sehr zweckmäßig, dort mal kurz vorzusprechen.

Die Basis hatte ich nach ca. 15 min. Autofahrt schnell gefunden, da man einfach nur der Hauptstraße folgen muss. Das gelang sogar mir als Navigationsjunkie ohne große Unterstützung.  Dort angekommen wurde ich gleich mit Namen begrüßt, was mir so langsam vielleicht zu denken geben sollte. :-)

Mein Zimmer war schnell ausgemacht und das WLAN sofort mit einem Post auf Facebook überprüft. Alles zu meiner vollsten Zufriedenheit. Danach wurde dann das umfangreiche Tauchequiment ausgeladen und in der Basis verstaut.

Tim und Markus waren schon früher angereist, weswegen sie sich schon ein wenig mit dem Salzwasser des Mittelmeeres anfreunden konnten. Uwe wollte genau wie ich, am Samstag auf Rab landen. Leider musste er sich die Autobahn noch mit einigen anderen teilen, deswegen ist er erst um ca. 18:00 Uhr an der Basis aufgeschlagen.

Zur Basis kann ich nur sagen… sehr gut ausgestattet, füllt alle Gase zu normalen Preisen, die man für exzessives Wracktauchen benötigt und wirklich nette Unterstützung beim Tauchen. Die Boote sind groß und bieten ausreichend Platz für mindestens 5 technische Taucher. In unserem Fall immer mit 3 Stages und Rebbi bewaffnet.

Direkt bei der Basis ist ein Restaurant, dass ich ebenfalls nur empfehlen kann. Wir haben dort jeden Abend gegessen und natürlich ausschließlich Wasser getrunken. Das Essen war sehr gut und auch die Abläufe, was die Bezahlung anbetrifft, gut eingespielt.

Am nächsten Tag ging es mit den Skill- und Stresstauchgängen los. Wir haben uns kurz besprochen und dann unsere Geräte vorbereitet. Der Platz war für meinen Geschmack ein wenig flach, aber was soll’s, die tiefen Sachen kommen ja noch.  Beim ersten Tauchgang haben wir solche Sachen, wie Stöpsel auf externes Gas und Wechsel auf Bailout, sowie manuelles Halten eines Setpoint gemacht. Alles Dinge, die nicht sehr aufregend sind.

Der zweite Tauchgang wurde mit dem Wechsel auf eine Blackmask, dann Bailoutwechsel gewürzt. Am Ende haben Uwe und ich noch einen Wechselatmungsaufstieg mit einer Stage gemacht. Irgendwie habe ich mich nicht so richtig gestresst gefühlt.

So am nächsten Tag war dann aber endlich das erste Wrack an der Reihe. Das Wetterlos fiel auf die Albanien. Ein Wrack aus dem 1. Weltkrieg, das zwischen 60 m und 72 m zu betauchen ist. Als Übung stand eigentlich manuelles halten vom Setpoint und am Ende kurzes Wechseln auf Bailout. Wir hatten vorher mit Horst abgesprochen, dass wir unsere BOV dafür benutzen würden (ein Wechsel auf den Stageautomat, wäre jetzt auch nicht besonders spektakulär gewesen, aber das Zeug kostet eine Menge Euro, da will man das auch mal benutzen).

Alles lief sehr entspannt ab, Uwe und ich kamen am Wrack an. Leider war die Sicht nicht besonders und nach der ersten Übung sind wir dann gemütlich am Deck langgetaucht.  Mein kurzer Abstecher an der Bordwand runter, war nur einem Missverständnis zwischen Uwe und mir geschuldet. (Wer’s glaubt :-) ). Der Bailoutwechsel bei Uwe und mir, war dann für Horst ein wenig enttäuschend, da es nicht sehr spektakulär aussieht, wenn man einfach einen Hebel umlegt. Dementsprechend hat er dann ein neues Unterwasserzeichen kreiert, mit dem er die erfolgreiche Durchführung unserer Übung bestätigt hat. :-) Auch die Deko war wenig spektakulär.

 

Am nächsten Tag fiel eigentlich das Los auf die Euterpe, allerdings hat die Dünung gut angezogen und da leider keine Shotline an der Euterpe festgemacht war, haben wir uns nochmal für die Albanien entschieden. Diesmal ganz ohne Übungen.

Uwe und ich sind sehr gemütlich zum Heck an den Grund getaucht, dann wieder hoch ans Deck und kurz in die Ladeluke rein. Danach noch ein kurzer Rundflug und wieder zurück an die Shotline. Immer noch sehr entspannt.

Als Abschlusstauchgang  war die Prahm, ein deutsches Landungsboot, das auch als Transport oder Minenleger umgebaut wurde, geplant. Die Bilder, die wir vorher schon von dem Wrack gesehen hatte, ließen einen einmaligen Tauchgang vermuten und genauso kam es dann auch.

Der liebe Gott der Wracktaucher hatte ein Einsehen und uns geniales Wetter mit einer absolut ruhigen und strömungsfreien See beschert. Das Wrack liegt auf ca. 80 m – 86 m und ist noch voll mit allen möglichen Sachen. Im Laderaum, der sehr gut zugänglich ist, liegen alte Uniformen, Schuhe, Fahrräder an der Wand, Feldtelefone und vieles mehr. Es gibt etliche feste Maschinengewehre und eine Kanone zu bewundern. Überall liegen noch Sachen herum. Die zwei Mega Conger im Laderaum erwähne ich gar nicht, das sie nur die Sicht auf die coolen Sachen versperrt haben. Ein extrem gelungener Abschlusstauchgang für einen entspannten Fulltrimix Kurs.

Vielen Dank an Horst, der mit viel Enthusiasmus dabei war und Uwe mit dem ich  solchen Tauchgänge immer wieder machen würde.

Als Abschluss noch ein Bild der glücklichen Truppe nach dem Prahm Tauchgang.

 

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